Wenn ein Auge lacht und das andere weint

 

Am vergangenen Mittwoch wurde es pünktlich um 18 Uhr ganz still in den vollbesetzten Bänken der Ev.-luth. Militärkirche St. Stephanus. Mit den Worten „Ladies and Gentlemen: This is Mambo No. 5" eröffnete der leidenschaftliche Musiker, Moderator und Schüler des Gymnasiums Munster, Niklas Helmcke aus dem 10. Jahrgang, das diesjährige Sommerkonzert.

Um das Problem vom vorhergegangenen Konzert zu umgehen, dass Besucherinnen und Besucher aufgrund mangelnder Sitzmöglichkeiten nach Hause geschickt werden mussten, sei man, wie zu früheren Zeiten vor Corona, auf die Militärkirche als Ausrichtungsort des Sommerkonzerts ausgewichen und konnte damit ungefähr doppelt so viele Besucher begrüßen wie in der Schulaula. Dennoch schien der Andrang enorm.

„Ich freue mich, dass die Kirche so gefüllt ist, das ist unglaublich“, so Martin Sommer, Lehrer und Leiter der Schülerfirma am Gymnasium. „Das ist euer Ergebnis, euer Werk und darauf freuen wir“, richtete sich der Lehrer zu Beginn stellvertretend für die Schulleitung an die Musikfachschaft der Schule. Sommer bereitete das Publikum und auch alle musikalisch Mitwirkenden auf einen emotionalen Abend vor, der für viele Lehrerinnen und Lehrer sowie 16 Abiturientinnen und Abiturienten, die über Jahre hinweg bei jeglichen Schulkonzerten an Instrumenten und Mikrofon zu sehen waren, einen Abschied und damit „ein letztes Mal Sommerkonzert“ bedeuten würde.

Zusammenhalt und tiefe Freundschaft

Mit über 15 musikalischen Stücken begeisterten über 60 Schülerinnen und Schüler aus Chor, Oberstufenensemble, Big Band und Happy Voices, die von Melanie Looff und Moni Ellenberg angeleitet werden, das Abendpublikum über zwei Stunden hinweg. Nicht zu vergessen ist dabei die Technik-AG unter der Leitung von Matthias Looff, die stets für passende Beleuchtung und Technik gesorgt hat und die Schülerfirma, die Besucherinnen und Besucher in der Pause mit Zupfkuchen, Muffins, Pizzaschnecken und Getränken versorgte.

Knapp 15 Mädchen der Happy Voices aus den Jahrgängen fünf und sechs begeisterten das Publikum mit Stücken wie „Gold“ und „Teek“. In Konzentration, Taktgefühl und Synchronie geübt gaben sie in Begleitung der Musiklehrerin Melanie Looff ihre Fähigkeiten im Singen, Glockenspiel und auf dem Klavier zum Besten und waren auch von dem Arrangement von Musik und Gedicht nicht abgeschreckt. Dabei war ihnen der Stolz und die Freude an der Musik, aber auch die Aufregung im Gesicht abzulesen. Sie legten an diesem Abend das Fundament für die darauffolgenden Musikstücke, die ebenso von Freude, Melancholie und Aufbruchsstimmung gezeichnet waren.

Der Chor, der über 45 Mitglieder aus verschiedenen Jahrgängen zählt, galt an diesem Abend als Abbild der gesamten Schulgemeinschaft: eine wild durchmischte Truppe mit einer enorm breiten Farbpalette an Charakteren und der riesengroßen Begeisterung für Musik als größte Gemeinsamkeit. Es gab keine Kleider- oder Farbordnung und auch sonst keine Vorgaben, die die Musikerinnen und Musiker in ihrer eigenen und ganz persönlichen Entfaltung einschränkten. Besonders die Lieder „A Sky Full Of Stars“ von Coldplay und „Man in The Mirror“ von Michael Jackson machten die Kraft eines so eng zusammenhaltenden Chores deutlich und das gemeinsame Händchenhalten während des Auftritts zeigte die gute, langjährige Freundschaft unter der Schülerschaft.

Dank und Abschied

Das Sommerkonzert, das aufgrund der herrschenden Wetterbedingungen mehr „Konzert“ als „Sommer“ war, war von rührenden Momenten, zahlreichen Umarmungen und noch viel mehr Tränen gezeichnet und lockte sogar alte Hasen aus Kollegium und Sekretariat in die Militärkirche. Mit dem Stück „From Now On“, das aus der Show „The Greatest Showman“ bekannt ist, setzte die Solistin Lena Dreier gemeinsam mit dem Chor ein Zeichen, das sie selbst als „eine Message, einen Kracher“ bezeichnete.

Für große Emotionen sorgte auch Josina Töllner mit ihrem Solo „Just You Just Me“, bei dem sie von der Big Band unterstützt wurde. „Wie könnte es auch anders sein, dass auch dieses Jahr Liebeslieder geträllert werden“ so die Abiturientin, die mit einem taktvollen Hüftschwung, einem passenden Fingerschnipsen und einer unfassbar atemberaubenden und außergewöhnlichen Stimme das Publikum nicht gerade zum ersten Mal begeisterte und einen entsprechenden Applaus kassierte.

Hinter jedem einzelnen Stück, das die Musikerinnen und Musiker an diesem Abend präsentierten, steckten Geschichten. Geschichten von langjährigen Freundschaften, dem Aufwachsen, der gemeinsam durchgestandenen Schulzeit und dem bestandenen Abitur, Mutter-Tochter-Beziehungen, Veränderungen und vor allem Nostalgie. Die Musiker bewiesen ihr Können an Klavier, E-Gitarre, Trompete, Querflöte und Mikrofon und auch das Schlagzeug kam nicht nur durch das Können des bekannten Schlagzeugers Felix Minko zur Geltung, sondern auch durch den Nachwuchsschlagzeuger Louis Fugger aus dem fünften Jahrgang.

Auch an Überraschungen für die Musiklehrer Matthias Looff, Moni Ellenberg und Melanie Looff, die die Abiturienten über Jahre hinweg auf ihrer musikalischen Laufbahn begleitet und sie inspiriert haben, fehlte es nicht. „Wir möchten uns bedanken und verabschieden“, so der Abiturient Corin Vincent Richter an seinen ehemaligen Klassen- und Musiklehrer und heutigen Tutor und Leiter der Technik-AG, Matthias Looff. „Musik verbindet Menschen und ein Teil meines Herzens wird sich hier immer zuhause fühlen“, so die gerührte Abiturientin Marie Hartig über das Engagement und die Leidenschaft der beiden Musiklehrerinnen, die für die diesjährigen Abiturienten ein musikalisches Zuhause seien.

Moni Ellenberg sprach am Ende des musikalischen Gesamtkunstwerkes ein großes Lob an alle Mitwirkenden aus, die sowohl bei der Organisation als auch bei den Proben großes Engagement gezeigt hatten.

Ein ganz großer Dank galt dabei Gesche Oehlert, die bei der Organisation und dem Aufbau in der Militärkirche unterstützt hatte und die Musikgruppen während ihrer Proben mit Köstlichkeiten versorgte. Mit „ihr seid ein besonderer Jahrgang“ richtete sich die Musiklehrerin schließlich an die 16 musikaffinen Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs, für die das Sommerkonzert ihr letztes war. Auch Martin Sommer traf den Nagel erneut auf den Kopf und sprach mit den Worten „Wir rasen alle durch diese Tage. Dabei steckt hier enorm viel Energie und Zeit drin. Die letzten Stunden waren für mich ein Anhalten und dafür möchte ich einfach danke sagen.“ vielen der Besucherinnen und Besucher aus der Seele und lobte die Schülerinnen und Schüler.

Text: Sandra Kopa,  Fotos: Isaak Chatzidimitriadis

 

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